Wer wir sind

Die DRK Schwesternschaft Marburg besteht seit 1919 und ist ein zukunftsorientierter Verein, der sowohl Innovationen vorantreibt als auch Traditionen bewahrt. Unsere Bereiche erstrecken sich von der Pflege sowie Aus- und Fortbildungen über Freiwilligendienste (FSJ und BFD) und Betreuungslösungen sowie das Innovationslabor-Sozialwerkstatt bis hin zu unserem Seniorenheim.

Mit unseren Bereichen bieten wir zum einen Jung und Alt unterschiedliche Betreuungsangebote an und zum anderen ermöglichen wir Menschen einen Weg in die Pflege.

Operationstechnische Assistenten/-innen, Krankenpflegerhelfer/-innen, Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen werden in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH an der Elisabeth von Thüringen Akademie für Gesundheitsberufe in Marburg ausgebildet. Mit care´s cool bieten wir auch Menschen aus anderen Ländern einen leichten Einstieg in die Pflege- und Betreuungsarbeit. Aber auch wenn Sie im Ausland schon einen pflegerischen Ausbildungsberuf erlernt haben, helfen wir Ihnen diesen mit unserem Anpassungslehrgang in Deutschland anerkennen zu lassen.

Wer schon eine dieser Ausbildungen hat, kann sich bei unserem Team PflegePersonal parat vermitteln lassen. Das Team unterstützt Kliniken und Gesundheitseinrichtungen in Gießen, Wetzlar und Marburg mit einem großen Bestand von Pflegekräften. Neben einer eigenen Dienstplangestaltung, bietet das Team PflegePersonal parat noch einige andere Vorteile.

Viele sind sich aber auch unsicher, ob Sie überhaupt in die Pflege wollen, aber auch da können sowohl Jugendliche (U27) als auch Erwachsene (Ü27) in Form von einem FSJ oder BFD sich im Tätigkeitsfeld der Pflege oder sozialen Berufe ausprobieren.

Ein anderer großer Bereich betrifft das Thema Mitgliederbindung. Unsere Mitglieder sind uns wichtig, deshalb legen wir sehr viel Wert auf ein buntes Angebotsprogramm. Shiatsu, Yoga, Kreativcafé und Bildungsurlaub sind nur eine kleine Auswahl dessen, womit wir unsere Mitglieder gerne verwöhnen.

1882 wurde der "Verband Deutscher Krankenpflegeinstitute vom Roten Kreuz e.V." gegründet, gedacht als Fürsorgeinstitution für die Schwestern und mit dem Ziel einer einheitlichen Ausbildung.

Heute - 125 Jahre später - hat er sich als "Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V." zu einer starken Interessenvertretung und zu einem aktiven Mitgliedsverband des Deutschen Roten Kreuzes entwickelt.

Das Fundament dieser 125jährigen Erfolgsgeschichte ist das tägliche Engagement der Rotkreuzschwestern im Zeichen der Menschlichkeit, die Professionalität der Pflegeleistung mit berufsethischem Anspruch und die konstruktive Verbindung von Kontinuität und Veränderungsbereitschaft.

Der Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. macht sich stark für die Untrennbarkeit von Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit, gerade in einem ökonomisch geprägten Gesundheits- und Pflegewesen.

1917 - Eine Idee wird geboren

Noch während des ersten Weltkrieges, entstand die Idee, in Marburg eine Schwesternschaft zu gründen. Die Schwestern gehörten bis dahin keiner Schwesternschaft an, welche sich um Beschaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen bemühte.

1919 - Der Anfang

Am 5. Januar fand die Gründungsfeier der Schwesternschaft unter Leitung von Frau Else von Behring im Philippshaus statt. Damit war der Grundstein für eine Institution gelegt, die in der damaligen Zeit mit dafür sorgte, dass Arbeitsplätze für Frauen beschafft und gesichert wurden.

Es traten 10 Schwestern bei. Die Aufgabengebiete waren:
Einsatz in den Uni-Kliniken und Krankenhäusern (Chirurgie, Medizin, Deutschhausklinik, Frauenklinik), die Ausbildung von Schwestern und die Unterstützung des amtlichen Sanitätsdienstes.

1920

1920 wurden der Schwesternschaft die Arbeitsplätze für die Zukunft zugesichert, sowie die Einsatzgebiete ausgedehnt auf die Kinderklinik und das zahnärztliche Institut. Allerdings knüpften sich Auflagen daran. So sollten Klinikärzte in den Vorstand gewählt, eine Krankenpflegeschule angegliedert sowie die Altersversorgung der Schwestern sichergestellt werden.

1922

1922 wurde der erste Gestellungsvertrag zwischen der Universität und der Schwesternschaft Marburg geschlossen. Frau von Behring unterstützte das Bestreben der Schwestern nach einem eigenen Mutterhaus.

1926

1926 mietete die Schwesternschaft das Gebäude Deutschhausstraße 25. Es wurde ausgebaut und renoviert, sodass 36 Schwestern eine angemessene Unterkunft in "ihrem Mutterhaus" hatten.

1933

1933 versuchte die NSDAP die Rot-Kreuz-Schwestern aus den Kliniken zu verdrängen und auch die Leitung der Krankenpflegeschule zu übernehmen. Doch dies konnte mit Hilfe der Universität verhindert werden. Leider durfte Frau von Behring aufgrund ihrer Abstammung der Schwesternschaft nicht mehr zur Verfügung stehen.

1935

Am 9. Juli 1935 wurde die Schwesternschaft in das Vereinsregister als "DRK-Schwesternschaft Marburg/Lahn e.V." eingetragen. Sie erlangte ihre Eigenständigkeit und übernahm die Häuser Deutschhausstraße 25 (Mutterhaus) und Nr. 27 (Deutschhausklinik).

1938

Ab 1938 wurden auch Rot-Kreuz-Schwestern in der  Augenklinik und HNO-Klinik eingesetzt. Während des 2. Weltkrieges (1935 - 1945) zählte die Schwesternschaft ca. 700 Schwestern, davon waren 350 Hilfsschwestern. Sie waren an allen Frontabschnitten in Europa und Afrika eingesetzt.

1949

1949 wurde ein Wohnheim mit 25 Plätzen für pensionierte Schwestern gebaut. 1950 zählte die Schwesternschaft 380 aktive Schwestern, 84 Krankenpflegeschülerinnen und 18 pensionierte Schwestern.

1986

1986 wurde die Deutschhausklinik in ein Schwesternwohnheim umgebaut.

1992

1992 folgte der Umbau des Gebäudes Deutschhausstraße 27 a zu einem Altenwohn- und Pflegeheim, das 2 Jahre später bezogen wurde.

1996

Am 01.03.1996 startet die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA). Diese neuer Ausbildungsgang wird von der Schwesternschaft in Kooperation mit dem Universitätsklinikum in Marburg durchgeführt.

2001

Seit 2001 wird das "Freiwillig Soziale Jahr" als neuer Geschäftszweig der Schwesternschaft angeboten.

2002

Im März wird das Team PPP (damals noch Pflegepool, heute PflegePersonal Parat) der Schwesternschaft gegründet.

2003

Die Ausbildungsstätte der Schwesternschaft wird um den Ausbildungsgang der  Krankenpfleghilfe (KPH) erweitert.

2004

Zusammenführung der Marburger Schulen für Gesundheitsberufe in der  Elisabeth von Thüringen-Akademie für Gesundheitsberufe.

2005

werden die Standorte Marburg und Gießen des Universitätsklinikums fusioniert und 2006 übernimmt die Rhön AG das Universitätsklinikum. Der Gestellungsvertrag der Schwesternschaft wird auf den Standort Gießen ausgeweitet.

2007

Amtsantritt von Frau Müller-Stutzer als Oberin der Marburger Schwesternschaft.

2008

Der Gesundheitstag 2008 ist die Kick-Off-Veranstaltung für die betriebliche Gesundheitsförderung. Unter dem Motto: Wir für Uns! bieten wir seitdem unseren Mitgliedern jedes Jahr verschiedene Fortbildungen zu berufspolitischen, aber auch zu Themen der Selbstpflege und Kommunikation an.

Die Schwesternschaft feiert ihr 90 jähriges Bestehen.

2011

Das Altenwohn- und Pflegeheim wird aus der Taufe gehoben: Die Einrichtung trägt nun den Namen "Haus am alten Botanische Garten".

Der Bundesfreiwilligendienst wird implementiert. Seither bietet die Schwesternschaft  neben dem Freiwilligen Sozialen Jahr auch den Bundesfreiwilligendienst an.

Auf der  Mitgliederversammlung am 24. November wird eine Satzungsänderung einstimmig angenommen, die es MÄNNERN ermöglicht, Mitglieder in der Schwesternschaft zu werden.

2014

Seniorenresidenz Philosophenweg in Wetzlar öffnet zum ersten Mal ihre Türen. In Kooperation mit der DRK Schwesternschaft Marburg als Gestellungspartner werden alle Pflegekräfte des Seniorenheims über die DRK Schwesternschaft Marburg gestellt.

2015

Die Abteilung Freiwilligendienste wird nach ISO Norm zertifiziert.

2016

Start des Programms „Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Rahmen der Flüchtlingshilfe“. Die DRK-Schwesternschaft Marburg e.V. bietet BFD Dienst für Geflüchtete und BFD-Einsatz in der Flüchtlingshilfe für einheimische Engagierte an.

Gegründet wurde die DRK Schwesternschaft Marburg am 5. Januar 1919 von Else von Behring mit zehn Mitgliedsfrauen. Von Beginn an widmete sie sich sowohl der Pflege und Betreuung von Kranken als auch der Schaffung und Erhaltung von qualifizierten Arbeitsplätzen für Frauen.

Heute ist die DRK Schwesternschaft Marburg als eingetragener Verein eine von bundesweit 31 DRK-/BRK-Schwesternschaften, 21.000 Rotkreuzschwestern und Berufsangehörige. Ihre Mitglieder sind vorwiegend in der Gesundheits- und Krankenpflege bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, als Operationstechnische Assistenten, als Altenpflegekräfte und in der Krankenpflegehilfe eingesetzt.

Unsere Verbindung von Tradition und Moderne zeichnet sich durch moderne, demokratische Arbeitsstrukturen auf einer bewährten Basis aus. Satzungsgemäß nehmen die Mitglieder an den Entscheidungsprozessen aktiven Anteil, indem sie mitberaten, mitbestimmen und mitgestalten.

In der Mitgliederversammlung vom 24. November 2011 wurde einstimmig eine Satzungsänderung angenommen, die es Männer ermöglicht, Mitglieder in der Schwesternschaft zu werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war die DRK Schwesternschaft Marburg e. V. ein reiner "Frauenverein".

Diese Entscheidung der Mitglieder spiegelt den Wunsch wider, die Schwesternschaft als modernen, zukunftsorientierten Verein zu gestalten.

Als Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes gehört die Schwesternschaft der weltweit größten humanitären Organisation an. Entsprechend richtet sie ihr berufliches Handeln nach den Grundsätzen des Roten Kreuzes aus.

Die sieben Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung "Menschlichkeit - Unparteilichkeit - Neutralität - Unabhängigkeit - Freiwilligkeit - Einheit - Universalität" wurden von der 20. Internationalen Rotkreuzkonferenz 1965 in Wien proklamiert.

Diese bilden das Leitbild des Deutschen Roten Kreuzes und sind auch die Basis unserer eigenen „Berufsethnischen Grundsätze“.

Diese dienen der Entwicklung und Festigung des beruflichen Selbstverständnisses und geben zugleich Orientierung für das Miteinander in der Gemeinschaft. Vor allem aber sind sie auch immer eine Argumentationshilfe in ethischen Grenzsituationen. Außerdem bilden diese Grundätze für unsere Mitglieder das ethische Fundament ihres beruflichen Handelns und dienen als verbindende Komponente im beruflichen Alltag sowie im allgemeinen Berufsverständnis.

Wir dienen dem Menschen, aber keinem System

Das Rote Kreuz bemüht sich mit seinen internationalen und nationalen Möglichkeiten, menschliches Leid überall, wo es auftritt, zu verhüten und zu erleichtern - entstanden aus dem Wunsche, ohne Unterschied Verwundeten auf dem Schlachtfeld Hilfe zu bringen.

Ziel ist es, Leben und Gesundheit zu schützen sowie die Ehrfurcht vor dem Menschen zu gewährleisten. Es fördert die gegenseitige Verständigung, Freundschaft, Zusammenarbeit und einen dauerhaften Frieden zwischen allen Völkern.

Wir versorgen das Opfer, aber genauso den Täter

Das Rote Kreuz macht keine Unterscheidung nach Nationalität, Rasse, religiösen Bekenntnissen, Klassen oder politischen Meinungen. Es ist nur bemüht, Leiden zu lindern, wobei es den dringendsten Fällen den Vorrang gibt, egal ob Opfer oder Täter.

Wir ergreifen die Initiative, aber niemals Partei

Um sich das Vertrauen aller zu bewahren, ergreift das Rote Kreuz nicht Partei bei Feindseligkeiten und beteiligt sich nicht an Auseinandersetzungen politischer, rassischer, religiöser oder ideologischer Natur.

Wir gehorchen der Not, aber nicht dem König

Das Rote Kreuz ist unabhängig. Die nationalen Gesellschaften müssen, wenn sie auch Helfer ihrer Regierungen bei deren humanitären Diensten sind und den Gesetzen ihrer Länder unterstehen, dennoch ihre Selbständigkeit aufrecht erhalten, so dass sie zu jeder Zeit in der Lage sind, in Übereinstimmung mit den Grundsätzen des Roten Kreuzes zu handeln.

Wir arbeiten rund um die Uhr, aber nie in die eigene Tasche

Das Rote Kreuz ist eine freiwillige und uneigennützige Organisation zur Hilfeleistung.

Wir haben viele Talente, aber nur eine Idee

Es kann in jedem Land nur eine Rotkreuz-Gesellschaft geben. Sie muss allen offenstehen. Sie muss ihre humanitäre Arbeit im ganzen Landesgebiet durchführen.

Wir achten Nationen, aber keine Grenzen

Das Rote Kreuz ist eine weltweite Einrichtung. Alle Gesellschaften haben die gleichen Rechte und die gleiche Verantwortung und Verpflichtung, einander zu helfen.

Die DRK Schwesternschaft Marburg e. V. arbeitet satzungsgemäß auf der Grundlage so genannter Gestellungsverträge. Diese sind nach EU-Rechtsprechung umsatz- bzw. mehrwertsteuerfreie Personaldienstleistungsverträge im Rahmen gemeinwohlorientierter Arbeit.

Gestellungspartner der DRK Schwesternschaft zu sein bedeutet, von uns das richtige Personal zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung gestellt zu bekommen. Über 50 Einrichtungen wissen diesen Service bereits zu schätzen.

Als Gestellungspartner brauchen Sie sich nicht um die Personalakquise zu kümmern, haben keinen Aufwand mit Lohnabrechnung und Personalsachbearbeitung und greifen trotzdem auf motivierte und qualifizierte Mitarbeiter zurück. Wir wählen das Personal aus, stellen es ein, versichern es und sorgen für seine Betreuung sowie die Fort- und Weiterbildung.