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Geschichte

1917 - Eine Idee wird geboren

Noch während des ersten Weltkrieges, entstand die Idee, in Marburg eine Schwesternschaft zu gründen. Die Schwestern gehörten bis dahin keiner Schwesternschaft an, welche sich um Beschaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen bemühte.

1919 - Der Anfang

Am 5. Januar fand die Gründungsfeier der Schwesternschaft unter Leitung von Frau Else von Behring im Philippshaus statt. Damit war der Grundstein für eine Institution gelegt, die in der damaligen Zeit mit dafür sorgte, dass Arbeitsplätze für Frauen beschafft und gesichert wurden.

Es traten 10 Schwestern bei. Die Aufgabengebiete waren:
Einsatz in den Uni-Kliniken und Krankenhäusern (Chirurgie, Medizin, Deutschhausklinik, Frauenklinik), die Ausbildung von Schwestern und die Unterstützung des amtlichen Sanitätsdienstes.

1920

1920 wurden der Schwesternschaft die Arbeitsplätze für die Zukunft zugesichert, sowie die Einsatzgebiete ausgedehnt auf die Kinderklinik und das zahnärztliche Institut. Allerdings knüpften sich Auflagen daran. So sollten Klinikärzte in den Vorstand gewählt, eine Krankenpflegeschule angegliedert sowie die Altersversorgung der Schwestern sichergestellt werden.

1921

Die Schwesternschaft wächst auf 30 Mitgliedsschwestern.

1922

1922 wurde der erste Gestellungsvertrag zwischen der Universität und der Schwesternschaft Marburg geschlossen. Frau von Behring unterstützte das Bestreben der Schwestern nach einem eigenen Mutterhaus.

1926

1926 mietete die Schwesternschaft das Gebäude Deutschhausstraße 25. Es wurde ausgebaut und renoviert, sodass 36 Schwestern eine angemessene Unterkunft in "ihrem Mutterhaus" hatten.

1928

Im Juni 1928 richtete die Schwesternschaft Marburg die Tagung des Verbandes Deutscher Mutterhäuser aus.

1933

1933 versuchte die NSDAP die Rot-Kreuz-Schwestern aus den Kliniken zu verdrängen und auch die Leitung der Krankenpflegeschule zu übernehmen. Doch dies konnte durch Hilfe der Universität verhindert werden.Leider durfte Frau von Behring aufgrund ihrer nicht arischen Abstammung der Schwesternschaft nicht mehr zur Verfügung stehen.

1934

Im Jahr 1934 zählte die Schwesternschaft bereits 160 Schwestern und 32 Krankenpflegeschülerinnen.

1935

Am 9. Juli 1935 wurde die Schwesternschaft in das Vereinsregister als "DRK-Schwesternschaft Marburg/Lahn e.V." eingetragen. Sie erlangte ihre Eigenständigkeit und übernahm die Häuser Deutschhausstraße 25 (Mutterhaus) und Nr. 27 (Deutschhausklinik).

1937

1937 wurde das Haus Deutschhausstraße 23 dazu gekauft.

1938

Ab 1938 wurden auch Rot-Kreuz-Schwestern in der  Augenklinik und HNO-Klinik eingesetzt. Während des 2. Weltkrieges (1935 - 1945) zählte die Schwesternschaft ca. 700 Schwestern, davon waren 350 Hilfsschwestern. Sie waren an allen Frontabschnitten in Europa und Afrika eingesetzt.

1949

1949 wurde ein Wohnheim mit 25 Plätzen für pensionierte Schwestern gebaut. 1950 zählte die Schwesternschaft 380 aktive Schwestern, 84 Krankenpflegeschülerinnen und 18 pensionierte Schwestern.

1957

1957 konnten 44 Schwestern den Neubau des Schwesternwohnheimes Deutschhausstraße 27a beziehen.  In dem Gebäude befand sich auch ein Unterrichtsraum.

1975

Mitte der 70er Jahre bekamen Rot-Kreuz-Schwestern zum ersten Mal richtiges Gehalt, anstelle von Taschengeld.

1986

1986 wurde die Deutschhausklinik in ein Schwesternwohnheim umgebaut.

1992

1992 folgte der Umbau des Gebäudes Deutschhausstraße 27 a zu einem Altenwohn- und Pflegeheim, das 2 Jahre später bezogen wurde.

1996

Am 01.03.1996 startet die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA). Diese neuer Ausbildungsgang wird von der Schwesternschaft in Kooperation mit dem Universitätsklinikum in Marburg durchgeführt.

2001

Seit 2001 wird das "Freiwillig Soziale Jahr" als neuer Geschäftszweig der Schwesternschaft angeboten.

2002

Im März wird das Team PPP (damals noch Pflegepool) der Schwesternschaft gegründet.

2003

Die Ausbildungsstätte der Schwesternschaft wird um den Ausbildungsgang der  Krankenpfleghilfe (KPH) erweitert.

2004

Zusammenführung der Marburger Schulen für Gesundheitsberufe in der  Elisabeth von Thüringen-Akademie für Gesundheitsberufe. Seitdem ist auch die schwesternschaftseigene Ausbildungsstätte in der Sonnenblickallee ansässig.

2005 

werden die Standorte Marburg und Gießen des Universitätsklinikums fusioniert und 2006 übernimmt die Rhön AG das Universitätsklinikum. Der Gestellungsvertrag der Schwesternschaft wird auf den Standort Gießen ausgeweitet.

2006 

Die Mitglieder und Mitarbeiter des Team PPP werden ab 2006 im Universitätsklinikum Gießen & Marburg  auch am Standort Gießen eingesetzt.

In unserem Mutterhaus beginnen die Sanierungsarbeiten und  der Umbau.  

2007

Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Deutschhausstrasse 23-25  im Herbst 2007. Der Verwaltungstrakt wurde erweitert und die Wohneinheiten zu attraktiven Appartements umgebaut.

2008

Der Gesundheitstag 2008 ist die Kick-Off-Veranstaltung für die betriebliche Gesundheitsförderung. Unter dem Motto: Wir für Uns! bieten wir seitdem unseren Mitgliedern jedes Jahr verschiedene Fortbildungen zu berufspolitischen, aber auch zu Themen der Selbstpflege und Kommunikation an. 

2009

Die Schwesternschaft feiert ihr 90 jähriges Bestehen.

2011

Das Altenwohn- und Pflegeheim wird aus der Taufe gehoben: Die Einrichtung trägt nun den Namen "Haus am alten Botanische Garten".

Der Bundesfreiwilligendienst wird implementiert. Seither bietet die Schwesternschaft  neben dem Freiwilligen Sozialen Jahr auch den Bundesfreiwilligendienst an.

Die Abteilung Freiwilligendienste & Erwachsenenbildung betreut in diesem Jahr mehr als 250 Jugendliche und Erwachsene. 

Auf der  Mitgliederversammlung am 24. November wird eine Satzungsänderung einstimmig angenommen, die es MÄNNERN ermöglicht, Mitglieder in der Schwesternschaft zu werden.