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Schmidt fördert Modellprogramm mit einer Million Euro
Startschuss für 16 Modell-Stützpunkte
Das Herzstück der Pflegereform entwickelt sich immer mehr zum Politikum: Während sich Union und zahlreiche Verbände weiterhin mit aller Kraft gegen den Aufbau von rund 4 000 Pflegestützpunkten wehren, verteidigt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ihr Projekt mit allen Mitteln - und geht dabei in die Offensive. In Kooperation mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe hat sie jetzt in Berlin das Modellprojekt Pflegestützpunkte ins Leben gerufen.
In dem mit einer Million Euro finanzierten Projekt soll nun in allen 16 Bundesländern jeweils ein Pflegestützpunkt eingerichtet werden, der "für Angehörige die erste Anlaufstelle in Pflegefragen sein soll", so die Ministerin.
Nach ihrem Willen sollen in diesen Stützpunkten Kommunen und Pflegekassen zusammenarbeiten und den Bürgern ein "vernetztes, quartiernahes und dauerhaftes Hilfs- und Beratungsangebot" anbieten.
Neun Modell-Stützpunkte stehen bereits fest, in sieben Bundesländern wird noch danach gesucht. Zu den neun Standorten zählen Stellen in Ingelheim (Rheinland-Pfalz), Flensburg (Schleswig-Holstein), Hannover oder Bremen.
Die Stützpunkte sollen bis zum 30. Juni Ergebnisse ihrer Erfahrungen präsentieren, die dann in den systematischen Aufbau der 4 000 Stützpunkte zum voraussichtlichen Start der Pflegereform am 1. Juli einfließen werden.
(Quelle: sts, CAREkonkret Nr. 5 vom 1.2.2008, Auszug aus dem Titelthema.)
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