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„Erlaubte Berührung“

Nacht der Kunst „zum Anfassen“

Mit der abstrakten Kunst ist es wie mit dem Wetter
den einen regt es die Galle an
den anderen die Phantasie. (unbekannt)

Auch wenn die diesjährige Nacht der Kunst recht feucht begann, so regte die Ausstellung „Erlaubte Berührung“ bei der Schwesternschaft vor allem die Phantasie an.

Mit dieser Verbindung von Kunst und Wetter eröffneten die Künstlerinnen Heidi Wollmer und Luisa Junk die Vernissage. Kunst erfahren mit allen Sinnen – der eigenen Phantasie freien Lauf lassen, die Werke betrachten, die Struktur und Beschaffenheit der unterschiedlichen Oberflächen erfühlen, berühren und sich berühren lassen – dieses Erleben haben die Künstlerinnen den Besuchern der Nacht der Kunst bei uns ermöglicht. Berührung in all ihren Formen war nicht nur erlaubt – sie war gewünscht…

In zwei Räumen erwartete die Gäste eine Vielzahl von Werken, denen bei aller Unterschiedlichkeit zwei Eigenschaften gemein waren:  sie wurden mit den Händen geschaffen und sind zum Berühren gemacht – eben Kunst zum Anfassen.

Zahlreiche Besucher erfreuten sich den ganzen Abend an der ungewöhnlichen Ausstellung. Viele  blieben auch mal einen Moment länger, um die Berührung zu genießen und sich von den Künstlerinnen auf ihrer Reise begleiten zu lassen.

„Meine Bilder haben bewusst keinen Titel und  bleiben auf der Vorderseite unsigniert“, erklärte Heidi Wollmer den Gästen. „Man kann sie betrachten wie man will – es gibt kein oben oder unten, kein rechts und links – so sind Phantasie wirklich KEINE Grenzen gesetzt.“

Besonders gefreut haben wir uns, dass auch Künstler, die bei uns in den Vorjahren ausgestellt haben, in diesem Jahr zu Besuch kamen.

Ein ganz herzliches Dankeschön an Heidi Wollmer und Luisa Junk aber auch an die Helferinnen, die mit ihrem Engagement zu diesem rundum gelungenen Abend beigetragen haben.

„Erlaubte Berührung“
Phantasie im Einklang mit der Natur.
Bilder und Skulpturen von Heidi Wollmer und Luisa Junk.

Heidi Wollmer, geboren 1959, Malerei Autodidakt

Meine frühen Werke waren klein, zart und zerbrechlich. Ich wurde mutiger und es entstanden im Laufe der Jahrzehnte großformatige und kraftvolle Bilder.
Heute benötige ich keinen Pinsel mehr, ich schaffe meine Werke ausschließlich mit meinen Händen.  Das Experimentieren mit Farben und Naturmaterialien führt zu vielfältigen und überraschenden Ergebnissen. Bewusst verzichte ich hierbei auf vorderseitige Signaturen und Titel, um meinen Werken und dem Betrachter jegliche Interpretationsfreiheit zu schenken – es gibt kein oben und unten, kein links und rechts.

Ich bin Mitglied bei den Kunstfreunden Wetter und auf diversen Ausstellungen vertreten.

Luisa Junk, geboren 1990, Pädagogin und Bildhauerin

Schon immer haben mich Steine in ihrer Vielfalt und ihrer „Lebendigkeit“ fasziniert. Erste Berührungen mit Speckstein als Werkstoff hatte ich während meiner pädagogischen Ausbildung. Die Arbeit an meinem ersten eigenen Stein war für mich eine Offenbarung und die Faszination ließ mich nicht mehr los.

Im Herbst 2011 bekam ich einen Stein geschenkt und habe mich auf ihn eingelassen. Dadurch entstand meine erste Skulptur. Die Anerkennung und der Zuspruch den ich erfuhr, bestärkten mich in dieser Richtung weiter zu arbeiten.

Mittlerweile ist die Bildhauerei aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. In kurzer Zeit folgten viele weitere Skulpturen und der Wunsch meine Kenntnisse zu erweitern. Ein wichtiger Baustein in meiner künstlerischen Entwicklung war die mehrwöchige Begegnung mit dem Berliner Bildhauer Robert Schmidt-Matt während der Sommerakademie 2012 in Marburg.

Hier habe ich grundlegende Techniken der Bildhauerei bis zur körperlichen Erschöpfung erfahren und konnte realistisch und abstrakt mit verschiedenen Materialien arbeiten.

Arbeitsweise-persönliches Erleben

Nie entsteht eine Skulptur im Kopf- Nie mit maschineller Hilfe. Der Dialog zwischen dem Stein und mir beginnt bei der Auswahl. Ausschlaggebend für mich ist das Empfinden bei der Berührung des Steins. Spricht er mich an, berührt er mich? Während meiner Arbeit mit dem Stein lasse ich mich von seiner Individualität leiten. Ich bin immer wieder erstaunt und fasziniert was in einem Stein verborgen ist. Schritt für Schritt nähere ich mich unter der Berücksichtigung der Beschaffenheit des Steins dem Moment an, in dem er sich für mich stimmig anfühlt: seine endgültige Form - die Skulptur.

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Schwesternschaft | 05.07.2015

 

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Anna Schäfer

Anna Schäfer
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